Newsletter KW 04/2026

Wo bleiben die Wintergäste? Warum viele Futterstellen derzeit leer ausgehen

Wer den Vögeln im heimischen Garten etwas Gutes tun will, erlebt momentan oft eine Enttäuschung: Trotz klirrender Kälte bleiben die liebevoll gefüllten Häuschen verwaist. Doch woran liegt es, wenn der erhoffte Andrang ausbleibt?

Verlässlichkeit ist das A und O

Vögel sind in der kalten Jahreszeit effiziente Energiemanager. Sie steuern gezielt Orte an, die eine kontinuierliche Nahrungsquelle garantieren. Wer erst mit dem ersten Frost Futter ausstreut, hat oft das Nachsehen. Erfolgreich sind meist jene Gärtner, die bereits im Herbst mit dem „Anfüttern“ begonnen haben. Die Tiere müssen eine neue Futterstelle erst entdecken und als sicher einstufen. Wer jetzt noch Vögel anlocken möchte, braucht Geduld und ein attraktives Angebot aus Meisenknödeln, Fettringen und energiereichen Sonnenblumenkernen.

Natürliche Alternativen

Ein weiterer Grund für die gähnende Leere am Vogelhaus sind attraktive Futterquellen in der Nachbarschaft. Viele Arten bevorzugen naturbelassene Gärten mit Wildgehölzen und keinen Kulturrasen eingefasst von einer Kirschlorbeerhecke. Beeren von Aronia, Elsbeere oder der Schneebeere sind für sie oft verlockender als trockenes Getreide.

Das Rätsel um Amsel und Drossel

Auffällig ist derzeit das Fehlen von Amseln und Drosseln. Die Erklärung ist simpel: Die aktuelle Kälte setzt ihnen massiv zu. Im Gegensatz zu klassischen Zugvögeln treten sie zwar keine Fernreisen an, doch sie flüchten in mildere Mikroklimate. Entlang von Flusstälern wie dem Rhein oder in das geschützte Klima von Großstädten lassen sie sich „treiben“, um ihren Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten.

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